Hamsterkäufe

Der meist gepostete Witz in dieser Woche: Ich war vorhin in der Zoohandlung. Alle Hamster sind ausverkauft. Ein Skandal!

Aber mal im Ernst.

Diverse Foren- und Kommentarschreiber haben ja auch schon darauf hingewiesen. Die Empfehlung der Bundesregierung, Lebensmittel, Wasser, Kerzen, Batterien usw. für 10 bis 14 Tage vorzuhalten, ist so alt, die hat einen Bart. Echt jetzt mal. Ich bin ja immer gerne dabei, wenn es um Verschwörungstheorien geht. Aber das ist jetzt auch mir mal zu blöd.

Seite Jaaahren gibt es auf der Internetseite des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) einen Menüpunkt der da heißt: Vorsorge & Selbsthilfe. Das weiß ich so genau, weil ich mich schon vor den genannten Jaaaahren mal über einen Blackout informiert habe. Und dieses Selbstvorsorgekonzept ist ja nur eine von vielen Maßnahmen des sogenannten Zivilschutzes. Und wie so viele News-Portale auch nicht müde werden zu erwähnen, ist das Konzept in Deutschland schon lange nicht mehr überarbeitet worden. Vor ein paar Jahren hat sich dann mal jemand gedacht, dass man das mal wieder überarbeiten könnte. In Duisburg hat man vor ein paar Jahren wieder Sirenen auf Dächer geschraubt. Und irgendwann letztes Jahr ging die erste Version von der App „NINA“ online. Damals eher noch in der Testphase.

Und jetzt macht die Bundesregierung einmal das, was sie eigentlich soll, nämlich, sich um die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung kümmern, da heulen direkt wieder alle los. „Huuuh, da ist doch was im Busch. Die Planen doch was. Warum ausgerechnet jetzt?“ Weil das Konzept jetzt fertig für den Einsatz ist, ihr Trottel!

Ich bin ja wirklich dafür, alles mit einem kritischen Auge zu beobachten. Aber das was da im Augenblick in den Kommentarspalten der Zeitungen abgeht, ist mir echt zu doof. Allerdings frage ich mich auch, warum das so stark publiziert wird. Damit wird ja nur wieder Angst und Misstrauen verbreitet. Vor drei Jahren habe ich zum Beispiel nichts in den großen Gazetten davon gelesen, dass die Sirenenanlagen in Duisburg wieder aufgebaut bzw. erneuert werden. Muss ja auch nicht sein, ist ja auch kein Thema für eine große Tageszeitung. Wer in der Nähe der Bayer-Werke wohnt, oder Sachtleben, der ist sicher froh, wenn ihn Sirenen vor einem Chemieunfall warnen.

Jeder, aber wirklich jeder, der Seminare zur Krisenvorsorge gibt (auch ohne etwas verkaufen zu wollen) sagt, dass es sinnvoll ist, sich für 10-14 Tage versorgen zu können. Die Menschen, die im November 2005 im Münsterland eingeschneit wurden, können ein Lied davon singen. Außerdem erscheint es ja auch nur logisch, dass man sich nicht vor fast leeren Supermärkten um den letzten Rest von Lebensmitteln und Klopapier prügeln will. Also ICH will das zumindest nicht. Und Krisenvorsorge bedeutet ja auch nicht, dass man sich die ganze Bude bis unters Dach vollballern muss. Schon gar nicht mit Sachen und Dingen die man sonst nicht isst.

Wie auch immer. Es muss nicht immer direkt ein Krieg ausbrechen. Manchmal reicht auch schon ein Stromausfall. Hier empfehle ich besonders den letzten Absatz „Fazit“. Und man achte auf das Datum der Veröffentlichung ….

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