Wirre Gedanken am frühen Morgen

So oft habe ich Fragen. Besonders, wenn mir im Alltag etwas begegnet. Ein Radiobericht, ein Fernsehbericht, eine Unterhaltung zwischen Kollegen. Dann höre ich etwas und denke „Aha? Aber …“ Und das passiert mittlerweile so oft, dass ich kaum noch dazu in der Lage bin, mir das alles so lange zu merken, bis ich es mal in Ruhe aufschreiben kann. Denn oft sind es impulsive Gedankenblitze, die mir dann durchs Gehirn schießen. Und bis ich zuhause bin, habe ich oft vergessen, worum es eigentlich ging. Schade …

Nun ja, jetzt sitze ich hier um 05:35 Uhr an einem Samstagmorgen und weiß eigentlich nicht so genau, was ich schreiben soll. Will aber unbedingt etwas schreiben. Seit 4 Uhr bin ich wach. Nicht etwa, weil ich Schlafprobleme hätte, nein. Sondern weil ich gestern um 18 Uhr auf der Couch eingeschlafen und um 20 Uhr dann rüber ins Bett gewackelt bin. Damit habe ich wohl mehr als genug geschlafen. Mittlerweile habe ich den dritten Kaffee in der Tasse, aber immer noch kein Thema, über das ich schreiben könnte.

Vielleicht fange ich mal mit meinem momentanen Lieblingsgedicht an:

Ich hasse alle Menschen.
Ich wünscht‘ ich wär besoffen.
Ende

Gut, ne? Hihi. Also ich habe gelacht. Gelacht habe ich auch deswegen, weil es im Augenblick so gut zu mir passt. Die Menschen gehen mir teilweise schon sehr auf den Sack. Sie handeln alle so furchtbar irrational. Zumindest empfinde ich es so. Und ich habe nicht das Gefühl, meine Empathie zu verlieren. Manche Verhaltensweisen erschließen sich mir einfach nicht mehr. Es gibt sicher Dinge, dich doof finde, aber selber manchmal mache. Zum Beispiel zu schnell durch ein Wohngebiet fahren. Wenn das jemand in meiner Straße macht, regt mich das auf. Wenn ich es selber mache, ist es „ja nur eine Ausnahme“. Tja. So bescheisst man sich selber. Wenn ich, wie jetzt, in einer ruhigen Minute darüber nachdenke, komme ich natürlich selber auf den Widerspruch. Das ist aber nicht bei Allem so.

Menschen sind so rücksichtslos und ignorant geworden. Und was ist mit der Gewalt? Gibt es mehr Gewalt oder nehmen wir sie nur häufiger wahr, weil wir jetzt viel mehr Informationsquellen haben als früher? Auf Statistiken kann man sich nicht mehr verlassen. Denn was auf welche Weise in einer Statistik erfasst wird, liegt im Ermessen des Erstellers. Ausländerkriminalität zum Beispiel. Ist der Gewalttäter ein Ausländer mit deutschem Pass, ist er der Definition nach kein Ausländer mehr. Fertig. Die Tat wurde von einem Deutschen verübt. Vor diesem Hintergrund muss man folgendes wissen.

Im Augenblick gibt es auf dem ganzen Planeten eine Diskussion darüber, ob der Islam eine friedliche Religion ist, oder nicht. Beide Seiten haben gute Argumente. Es ist aber nicht die Religion alleine. Man diskutiert auch darüber, ob Menschen, die aus überwiegend islamischen Ländern kommen, in die sogenannte westliche Wertegemeinschaft passen. Ob sie in der Lage sind, sich hier zu integrieren. Warum diskutiert man darüber? Tja, weil es ganz offensichtlich Probleme mit diesen Menschen im sogenannten Westen gibt. Sie kommen einfach aus einer anderen Kultur, mit einem völlig anderen Lebensumfeld, oft auch anderen Wertvorstellungen, anderen Traditionen. Und es gibt ja auch hier in Deutschland genügend Vorurteile über Bevölkerungsgruppen bzw. Menschen bestimmter Landstriche. Die Bayern sind gemütlich aber streng katholisch. Die Westfalen sind humorlos. Die Norddeutschen sind eigenbrötlerisch. Die Berliner sind weltoffen aber auch gleichgültig. Die Ruhrgebietler sind ein wenig asozial, tragen aber ihr Herz auf der Zunge. Und die Sachsen und Thüringer sind alle rechtsradikal. ;-) Naja, jeder schleppt halt so sein Paket mit sich herum. Das trifft natürlich nicht auf jeden Einwohner dieser Gegenden zu, doch im Groben stimmt es. Aber wenn die Unterschiede innerhalb eines Landes schon so groß sind, wie groß sind sie dann erst bei steigender Entfernung?

Menschen aus muslimischen Ländern wird einiges nachgesagt. Sie sehen den Islam als Religion, die unter den sogenannten Ungläubigen verbreitet werden muss. Wer sich dem nicht beugen will, muss vernichtet werden. Ehre sei den Ori. Wer nicht weiß, wer die Ori sind, sollte sich einige Folgen der neunten oder zehnten Staffel der Serie „Stargate Kommando SG-1“ ansehen. Mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln soll ein Moslem das Wort des Propheten verbreiten und den Islam damit zur einzigen Religion machen. Denn nach Ansicht der Gläubigen IST der Islam die einzig wahre Religion. Das ist das Problem mit Religionen. Fast alle glauben, sie seien die einzig wahren. Nunja, die Mittel, die eingesetzt werden, können zum Beispiel Krieg sein. Sie können aber auch Vermehrung sein. Man zeugt einfach so viel muslimischen Nachwuchs und vermischt sich mit einheimischen Frauen, dass die einheimische Bevölkerung über Generationen hinweg ausstirbt. Das klingt jetzt ein wenig nach Nazi-Rhetorik. Aber es gibt tatsächlich Moslems, die das öffentlich propagieren. Jetzt kommen aber die anderen, die sogenannten gemäßigten Moslems und sagen, das seien Fanatiker, sogenannte Islamisten. Sie legen die heiligen Worte des Korans falsch aus, nämlich so, wie es ihnen gerade in den Kram passt.

Und jetzt kommt mir der Gedanke, dass das natürlich auch die katholische Kirche schon seit Jahrhunderten macht. Auch die Christen haben über Jahrhunderte versucht, den gesamten Planeten zu bekehren. Einige Wenige tun das auch heute noch. Denen hört nur keiner mehr zu. Auch die Christen haben Terroranschläge verübt, haben Regierungen gestürzt, haben „Ungläubige“ dahin gemetzelt. Bis Martin Luther kam. Der hat die Bibel mit der Bibel bekämpft. Wenn da zum Beispiel steht, dass man alle Ungläubigen töten soll, so soll man das nicht wörtlich nehmen. Sondern man soll sie davon überzeugen, dass der Glaube für sie gut ist. Und dass nur der Glaube und die Liebe zu Gott sie erlösen kann. Damit war das brutale Zeitalter der katholischen Kirche zu Ende. Denn plötzlich lasen tausende Menschen die Bibel und interpretierten die gewaltverherrlichenden Passagen in etwas weniger Dogmatisches. Alles, was in der Bibel stand, wurde plötzlich in ein anderes Verhältnis gesetzt.

Und jetzt kommt der Islam ein paar Jahrhunderte später und fängt den gleichen Scheiß wieder von vorne an.

Die Menschen hierzulande sehen natürlich die Parallelen und wollen mit der Mittelalter-Religion Islam nichts zu tun haben. Sie wollen weder die rückständigen Verhaltensregeln noch die dogmatischen Lebensumstände in ihrem Umfeld haben. Denn sie glauben zu wissen, dass das alles nur unzeitgemäßer Blödsinn ist. Moslems sollen zum Beispiel kein Schweinefleisch essen, weil es unrein ist. Der Mensch im Westen erklärt sich das so, dass Schweinefleisch schwer zu konservieren ist. Und weil es zu der Zeit Mohammeds noch keine Kühlschränke gab, wurde das Essen von Schweinefleisch verboten. Jaja, das kann natürlich sein. Aber man kann nicht alles, was im Koran steht, mit früheren Lebensumständen erklären. Außerdem ist es ja nicht der Koran alleine, der die Lebenswirklichkeit des Moslems prägt. Über Jahrhunderte andauernde Feinschaften und moderne Kriege haben bei diesen Menschen Feindbilder erzeugt, die hier im Westen keiner mehr versteht. Araber hassen Juden wie die Pest. Wer in seinem Reisepass einen Stempel aus Israel hat, kann nie mehr mit diesem Pass in ein muslimisches Land einreisen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.

Was ist jetzt also Phase in Europa? Es strömen jeden Tag tausende Menschen aus überwiegend muslimischen Ländern als sogenannte Flüchtlinge nach Europa. Es ist überhaupt nicht mehr möglich, zu differenzieren, wer da jetzt wirklich Hilfe braucht, wer nur aus wirtschaftlichen Gründen kommt und wer ein Terrorist ist. Fakt ist aber, dass die meisten dieser Migranten mit der europäischen Kultur und Lebensweise nicht klar kommen. Das ist aber nicht erst seit 2015 so. Ich höre schon seit meiner Teenagerzeit so etwas wie „scheiß Kartoffel“, „scheiße deutsche Hure“, „deutsche Frauen sind nur zum Ficken da“ und so weiter und so fort. Als ich Teenager war, also vor ca. 27 Jahren, waren es noch zum größten Teil die Libanesen und andere Ausländer-Randgruppen, die sich so äußerten. Aber der Trend, Deutschland und Deutsche scheiße zu finden, setzte sich bald in allen in Deutschland lebenden muslimischen Gruppen durch. Mittlerweile sind auch die Türken von diesem Virus befallen. Wahrscheinlich, weil sich die Türken in Deutschland nie akzeptiert fühlten und sich aus diesem Grund mit anderen Moslems verbrüderten, und dadurch deren asoziale Verhaltensweisen übernahmen. Und jetzt kommt auch noch Herr Erdogan und macht aus der säkularen Türkei wieder einen muslimischen Gottesstaat. Die Frauen tragen wieder Kopftuch, es wird wieder fünf Mal am Tag gebetet und Schwule werden wieder verfolgt. Da fühlen sich die Türken hierzulande natürlich verpflichtet, diesen Weg mitzugehen.

Der deutschen Bevölkerung gefällt das natürlich überhaupt nicht. Verständlicher Weise, denn ich lasse mich ungerne in meinem eigenen Land als „scheiß Deutscher“ beschimpfen. Und solche Beschimpfungen höre ich nie von Japanern, Spaniern oder gar Polen. Und die Polen hätten aus historischen Gründen eigentlich jedes Recht, auf die Deutschen sauer zu sein. Sind sie aber komischer Weise nicht bzw. nicht mehr. Also was geht und ging auch schon vor 30 Jahren in den muslimischen Ausländern vor, wenn sie Deutsche beschimpfen? Wie, wo und wer hat das angefangen? Und warum? Eins lässt sich da zumindest zweifelsfrei feststellen. Vor 30 Jahren hat sich die Politik über diesen, ich nenne es mal etwas überzogen Deutschenhass, nicht die Bohne geschert. Es hätte aber auffallen können, wenn man es denn hätte sehen wollen. Man hat es aber lieber ignoriert. Und was 30 Jahre lang gut genährt gären darf, wie ein Hefeteig, das bricht sich irgendwann auch mal Bahn. Und das was wir heute in Deutschland haben, ist nicht das Produkt der unkontrollierten Masseneinwanderung. Das ist nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Das was wir heute haben, hat sich seit 30 Jahren stetig entwickelt und alle haben weg gesehen.

Man darf nicht immer weg sehen. Jetzt haben wir den Salat.

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