NewsWatch #5

Roth gegen Ausgrenzung der AfD im Bundestag – dennoch wird es mit den „Rechtpopulisten“ schwer

Das Schöne an unserer Gesellschaft ist ja, dass es per Grundgesetz zugesichert ist, dass man seine Meinung frei äußern kann. Das weniger Schöne ist, dass Politiker glauben, dass ihre Meinung jemanden interessiert. Was mich aber am allermeisten wundert, ist der

 

fast schon versöhnliche Ton, den Frau Roth jetzt anschlägt. Denn vor ein paar Tagen, hat sie die Parteimiglieder der AfD ja noch als Holocaustleugner beschimpft (wir erinnern uns).


Flüchtlingskrise verschlimmert sich: „Aquarius“ sammelt 600 Flüchtlinge im Mittelmeer auf und bringt sie nach Italien

Vor meinem geistigen Auge sehe ich das Bild eines großen  Gasbehälters, der unter druck steht. „PANG“ – da fliegt eine Niete raus und Gas entweicht durch das Loch – „zzzsssccccchhhhhh“. Jemand eilt herbei und flickt das Loch notdürftig mit Panzertape. Er legt die Rolle beiseite und will sich wieder seiner Arbeit widmen. „PANG“ – da fliegt die nächste Niete raus. Wieder eilt er mit dem Tape herbei. Das zweite Loch wird überklebt. Doch währenddessen fliegt schon die nächste Niete raus. Und es geht immer schneller und schneller. Der arme Mann kommt nicht mehr hinterher. Und zu allem Überfluss lösen sich jetzt auch noch die Tapestücke wieder an. Und um die Ecke kommt gerade der Chef, der keinen neuen Gaßbehälter kaufen wollte, weil er zu teuer war. Er holt eine Zigarette aus seiner Schachtel und hält sein Feuerzeug in der Hand … tick … tick … „KAAAWWUUUUUUUUMMM!!!“
Wer glaubt, die Metapher verstanden zu haben, postet bitte in die Kommentare wer der Gaßbehälter ist, wer der Arbeiter ist, wer der Chef ist und was das mit dem zu teuren Gasbehälter auf sich hat. Wer das nicht verstanden hat, schläft einfach weiter.


Kritik zur Idee des muslimischen Feiertags: „Wir haben eine christlich-jüdische religiöse Prägung, keine islamische“

Also zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich kein Christ bin. Ich bin garnichts. Natürlich freue ich mich, über die vielen Feiertage, die wir in Deutschland haben. Denn an denen muss ich nicht arbeiten. Aber ganz ehrlich gesagt, finde ich religöse Feiertage generell nicht mehr wirklich zeitgemäß. Mag schon sein, dass wir ein christlich geprägtes Land sind.  Aber wie viele „Christen“ können denn aus dem Stehgreif erklären, wofür die Feiertage alle gut sind? Von Ostern und Weihnachten mal abgesehen. Hier mal ein paar Zahlen vom fowid aus 2015:
46,03 Mio. Christen
29,61 Mio. Konfessionsfrei
3,6   Mio. Muslime
2,96 Mio. Sonstige
Und da reden wir im Ernst über einen muslimischen Feiertag? Für die paar Männekes,  4% der Gesamtbevölkerung? Ist Herr De Maizière noch ganz dicht? Wir brauchen keinen muslimischen Feiertag. Auch nicht „in Teilen Deutschlands, in denen viele Muslime leben“. Meinetwegen kann man auch die christlichen Feiertage abschaffen und durch sinnvolle, der deutschen Geschichte, der Weltgeschichte oder der Bevölkerung zugeneigte Tage ersetzen. Ich mache mal ein paar Vorschläge. Bei der Gelegenheit schaffen wir auch gleich mal die Unterschiede zwischen den Bundesländern ab.
Neujahr -> Kann bleiben, muss man nicht christlich interpretieren
Heilige Drei Könige -> Geburtstag von Sir Isaac Newton (04. Januar)
Osterwochenende -> Wochenende der sozialen Gerechtigkeit (vorletzer Vollmond vor dem „Tag der Arbeit“)
Tag der Arbeit -> kann bleiben
Christi Himmelfahrt -> Kriegsende (08. Mai)
Pfingstsonntag und -montag -> Work-Life-Balance-Wochenende
Fronleichnam -> 1. Mondlandung (21. Juli)
Mariä Himmelfahrt -> Gutenberg-Tag
Tag der Deutschen Einheit -> kann bleiben
Allerheiligen -> Mauerfall (09. November)
Buß- und Bettag -> WWW oder Internet-Tag (06. August)
Weihnachten -> Wintersonnenwende (21. + 22. Dezember)
Okay, die Vorschläge sind sicher nicht perfekt. Falls jemandem etwas besseres einfällt, kann er es ja als Kommentar posten. Ich bin allerdings der Meinung, dass das einen schönen Querschnitt durch unreligöse aber  wichtige Themen und Ereignisse abbildet. Und bitte – über die Mondlandung können wir gerne nochmal reden. Wer nicht daran glaubt, kann den Tag auch „First-Fake-News-Tag“ nennen. ;-)


NRW-Schulministerin kündigt Grundschulreform an

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, möchte ich noch erwähnen, dass diese ganze Sache exemplarisch für die Handlungsweise unserer Politiker, ja vielleicht der gesamten Menschheit steht. Denn erst lässt man wissentlich zu, dass etwas kaputt geht, und dann wird versucht, es zu reparieren. Bescheuert …

Jetzt kommt natürlich wieder das Geschrei, dass der hohe Ausländeranteil in den Schulen den Durchschnitt nach unten zieht. Das ist bestimmt auch nicht ganz falsch. Und nach den Grundschulen kommen die weiterführenden Schulen und danach die Uni oder Berufsschulen und dann kommen in 20 Jahren die Arbeitgeber und heulen rum, dass sie keine vernünftigen Leute mehr bekommen. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Jetzt ist erst mal die Grundschule Thema. Und dieser totale Blödsinn, dass man erst mal alles schreiben darf, wie man es ausspricht, um dann irgendwann zu lernen, wie man es richtig schreibt, hat mir damals bei der Einführung schon die Haare zu Berge stehen lassen. Wie kann man denn nur glauben, dass es besser sei, erst mal etwas falsch zu lernen, um es dann irgendwann richtig zu lernen? Macht man das beim Klavier spielen so? Oder beim Schlittschuhlaufen? Oder beim Gedicht-auswendig-lernen? Wer kommt nur immer auf solche furchtbaren Ideen?? Das ganze Bildungssystem in Deutschland ist total kaputt. Seit Jahren! Und jeder hat’s gesehen. Aber die Politik pennt – wie auf Wolken. Wie damals bei Einführung der PISA-Studie. Auf einmal merkt man, dass etwas schief läuft. Ach … echt?


 

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