Zucker

Habe soeben die Nachricht vernommen, dass der „Zuckermarkt“ in der EU zum 1. Oktober liberalisiert wurde. Bisher gab es Quoten, zum Beispiel für Zuckerrüben. Das fällt nun weg. Welche Auswirkungen das auf den Markt hat, kann sich jeder selber ausmalen. Zumal in der Pressemitteilung des BMEL alle Länder weltweit aufgeführt sind, die zollfrei oder mit geringerem Zoll in die EU/nach Deutschland exportieren dürfen – nur die USA nicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

 

Zu diesem Thema möchte ich dem geneigten Leser zwei Dinge empfehlen.

  1. Die arte-Doku „Die große Zuckerlüge“
  2. Das schon etwas ältere Buch von Micheal Pollan, „Das Omnivoren-Dilemma“

 

 

 

 

 

 

 

Viele beschäftigen sich mit dem Thema nicht. Die meisten Menschen wissen das alles nicht einmal. Aber übermäßiger Zuckerkonsum ist schlimmer als jeder Lebensmittelskandal, der uns in den letzten Jahrzehnten ereilt hat. Ich selber konnte im Verlauf meiner Lebensjahre sehr gut feststellen, was Zuckerkonsum mit mir macht. Im Augenblick hänge ich (leider, leider) mal wieder an der Nadel. Davon wegzukommen ist schwer. Denn beinahe alle verarbeiteten Lebensmittel enthalten Zucker, und zwar zu viel davon.

Die WHO empfiehlt, die Tagesdosis von 50 Gramm Zucker pro Tag nicht zu überschreiten. Besser wäre es nach ihren Aussagen aber, die Zufuhr auf maximal 25 Gramm zu beschränken. Dies bezieht sich allerdings auf einen Erwachsenen, der 2.000 kcal am Tag verbraucht. Auf diesen Wert komme ich aber aber zum Beispiel (leider) nicht. An einem ganz normalen Tag ohne Sport komme ich maximal auf 1.600 – 1.700 kcal. Da kann sich jeder selber ausrechnen, was da noch übrig bleibt. Ein roter Apfel und das Thema Zucker hat sich für den Rest des Tages erledigt.

Denn es spielt keine Rolle, ob der Zucker industriell verarbeitet ist, oder direkt aus dem natürlichen Produkt (Obst) kommt. Ober er braun ist oder weiß, flüssig oder fest. Der Körper erkennt den Unterschied nicht. Zuviel ist zuviel! Daher kann ich nur jedem empfehlen, bei der Enährung auf den Zucker zu achten.

Und übrigens Zucker nicht als Energielieferant Nummer 1 zu betrachten. Wenn man sich schlapp und müde fühlt, oder glaubt, man könne sich nicht richtig konzentrieren, hilft oft schon ein halber Liter stilles Wasser auf Ex. Denn oft fehlt dem Körper einfach nur Flüssigkeit. Und wenn der  Blutzuckerspiegel tatsächlich so niedrig ist, dass man glaubt, keine Energie mehr zu haben,  sollte jeder gesunde Mensch einfach den Körper machen lassen. Er kann nämlich mit Adrenalin, Glucagon, Kortisol und/oder Somatostatin den Blutzuckerspiegel ganz alleine und ohne Hilfe von außen wieder regulieren.

Auch der verbreitete Irrglaube, Zucker in Maßen gehöre zu einer ausgewogenen Ernährung, ist Quatsch.
Zucker ist keine Hilfe! Zucker ist nicht gesund – auch nicht in Maßen. Zucker hilft bei gar nichts.

 

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