Ja, das ist doof … aber guck mal DIE DA!!!

Ich möchte niemanden beleidigen. Ich möchte auch niemandem übel nachreden. Aber DAS kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. Und das muss ich noch vor dem Mittagessen machen, weil es mir sonst wieder hoch kommt.

Es geht um diesen Artikel in der Welt:
Gwyneth Paltrows verstörendes Erlebnis mit Harvey Weinstein

Zu meinem großen Erstauen, geht es in den ersten vier Absätzen gar nicht um Herrn Weinstein und sein absonderliches Tun, sondern um Weiterlesen

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Alles und nichts

Eigentlich … bin ich gar nicht in der Stimmung. Eigentlich … möchte ich im Augenblick keine schweren Gedanken wälzen. Eigentlich … möchte ich nicht schreiben.
Eigentlich …
In meinem Kopf ist aber so Vieles unsortiert. Das Schreiben hilft oft, die Dinge im Kopf gerade zu rücken. Manchmal sieht es in meinem Oberstübchen nämlich aus wie bei den Flodders zuhause. Gedanken liegen wie gestern getragene Pullover über der Sessellehne. Ideen stehen wie benutztes Geschirr überall in der Küche herum. Geistesblitze liegen wie muffige Socken vor anstatt im Wäschekorb. Die Sonne scheint durch das Fenster und erleuchtet den feinen Staub, der sich über alles und alles gelegt hat. Wie eine Decke. Das Schreiben ist manchmal wie das Aufräumen. Nach und nach kommt alles an seinen Platz. Alles wird sauber … klar.
Poetisch, hm? Fast schon theatralisch. Was soll’s? Räumen wir auf!

Donald, oh Donald
Trump ist also Präsident. Oder wird es – bald. Damit habe ich nicht gerechnet. Gewünscht habe ich es mir. Aber erwartet habe ich das nicht. Nun ist es aber doch so gekommen. Ich spare mir den Kommentar über das Versagen der Mainstreammedien in diesem Fall. Das kann man ja nun wirklich in jedem alternativen Medium bis zum Erbrechen nachlesen oder -sehen. Ich bin einfach nur gespannt auf die Kommentare in … na sagen wir mal ungefähr einem halben Jahr. Wenn sich heraus stellt, dass Herr Trump, wie jeder andere Politiker auch, das macht, was ihm gesagt wird. Sicher wird er die Ausrichtung seiner Politik so aussehen lassen, als würde er alles dafür tun, seine Wahlversprechen zu halten. Letztendlich wird er aber einen Großteil davon brechen. Wie jeder andere Politiker auch …

Fakenews, Hatespeech und Co.
Viel mehr regt mich auf, was im Augenblick in Deutschland passiert. Wenn ich das Wort Fakenews schön höre, lese oder auch nur erahne, rollen sich mir die Fußnägel auf. Und jetzt kotzt Herr Maas wieder einmal große Töne. Wer Fakenews verbreitet soll ins Gefängnis. Und die sozialen Medien hätten eine Verantwortung. Wenn ich so etwas lese, schreit alles in mir – und zwar sehr laut – „MACH DEN KOPP ZU DU OPFER!“ Wo sind wir denn hier? Was sind denn überhaupt Fakenews? Hat das schon mal jemand klar definiert? Was muss ich sagen, um verhaftet zu werden? „Kondensstreifen sind Chemtrails!“ Reicht das aus? Oder muss ich behaupten, dass WTC 7 eingestürzt ist, während es hinter mir noch im Fernsehen zu sehen ist? Oder soll ich sagen, dass am 01.01.2016 in Köln nichts passiert ist? „Bitte gehen sie weiter. Es gibt hier nichts zu sehen.“ Wir werden doch jeden Tag belogen. Aus allen Richtungen. Und jetzt auf einmal soll das eine Straftat sein? Werden dann nur alternative Medienmacher bestraft? Oder nur Russen? Oder auch Axel Springer und Konsorten? Was ist mit den ganzen tollen Diäten in den Frauenzeitschriften? Das sind doch auch Fakenews. Mit dem Scheiß nimmt man nicht ein Gramm ab. Alles Lüge. Der Unterschied ist bloß, dass das jeder weiß. Weil man nur sein Gehirn einschalten muss, um das zu erkennen. Und die Doofen machen halt diese Diäten und nehmen danach nochmal 10 Kilo zu, weil sie sich aus lauter Frust über die nicht funktionierende Diät mit Sahnetorte voll stopfen. Aber so war es doch schon immer. Die Doofen fallen halt auf doofe Tricks rein. Und die Doofen werden auch weiterhin alles glauben, was im Fernsehen gesagt, wird. Weil, das hat ja der Mann bei der Tagesschau gesagt. Achsoooo, ja DANN muss es ja stimmen. Wer bei der Tagesschau lügt, wird ja sofort vom SEK abgeholt. Hab‘ ich schon oft live gesehen. Wie der Nachrichtensprecher mit vorgehaltener Maschinenpistole von vermummten SEK-Beamten abgeholt wird. Ne, ne ne … Aber DAS wäre mal eine Tagesschau. „Sie sind wegen Volksverblödung festgenommen. Sie haben leider kein Recht mehr auf einen Anwalt. “ So um 20:07 Uhr oder so.

Aber mal wieder zur Realität. Was also sind Fakenews und wer entscheidet das?

Und jetzt kurz nach Berlin (der Weihnachtsmarkt, Ihr wisst schon), fängt wieder das Gesoße wegen Whatsapp an. Das wäre ja jetzt so gut verschlüsselt, dass man es nicht mehr überwachen könne. Der aufmerksame Leser weiß, dass ich den Scheiß nicht mehr benutze. Und warum nicht? Weil ich keine Lust habe, mich überwachen zu lassen. Also wenn MIR das schon aufgefallen ist, werden Menschen, die unter KEINEN Umständen abgehört werden wollen, BESTIMMT Whatsapp benutzen. Auf gar keinen Fall werden sie eine der anderen unzähligen Apps benutzen, die viel besser verschlüsselt sind und nicht Facebook gehören. Nein, das machen die nicht.

Für wie blöd hält man die deutsche Bevölkerung eigentlich?

Und dann ist da natürlich noch der böse Russe, der mit Fakenews ganze Präsidentschaftswahlen beeinflusst. Und natürlich muss das noch vor der Bundestagswahl thematisiert werden. „Glaubt nicht, was andere im Internet schreiben. Glaubt nur uns, der Partei. Denn die hat immer Recht.“ Damit die Bevölkerung auch schön verunsichert ist. Und die meisten Menschen reagieren nun mal so: Wenn sie verunsichert sind und nicht mehr wissen, wem sie was glauben sollen, glauben sie dem, den sie am längsten kennen. Sie wissen zwar, dass der sie auch ab und zu belügt, aber sie wiegen sich in der trügerischen Sicherheit, dass sie das einschätzen könnten. Bei dem Fremden, Neuen, sind noch zu viele Fragen offen. Also wenden sie sich davon ab. Und ganz ehrlich, wer hat schon die Zeit, jede Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen? Ich nicht. Nicht einmal Menschen, die das beruflich machen, nämlich Journalisten, haben diese Zeit noch. Zumindest die meisten nicht. Also denkt man sich, ist es ja vielleicht doch ganz praktisch, wenn Fakenews von „Profis“ ausgefiltert werden. Aber was dahinter wirklich steckt, erkennen noch nicht viele Menschen. Dass dieses Wort fast noch schlimmer ist als die Wörter Antisemit oder Nazi, das checkt der Biodeutsche noch nicht so ganz. Denn damit hat man, einmal richtig etabliert und mit den richtigen Gesetzen untermauert, die Möglichkeit, jeden Mundtot zu machen, der einem nicht in den Kram passt. Kleines Beispiel?

Bürger: „Ramstein dienst als Relais-Station für die Drohnen der USA mit denen völkerrechtswidrige Kriege geführt werden.“
Regierung: „Fakenews! Verhaftet ihn!“

Verstehst Du, worauf das hinaus läuft? Das ist die Inquisition! Bald werden wieder Hexen auf Scheiterhaufen verbrannt. Ich bin hin- und hergerissen, ob ich das Ganze mit dem Beginn der Nazizeit oder mit der mittelalterlichen katholischen Kirche vergleichen soll. Wahrscheinlich ist es von beidem ein Bisschen. Und wer glaubt, die Inquisition hätte noch nicht angefangen … der gehe mal auf Tichy’s Einblick, oder besuche die Achse des Guten, oder er sehe sich Angriff auf NuoViso an.

Kein Anschlag ohne Ausweis
Und jetzt mal eben was zu dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin bzw. zu dem vermuteten Attentäter. Er hat seine Duldungspapiere im LKW liegen lassen. Und er wurde heute in Mailand am Bahnhof erschossen. Ich ähm … also … was soll ich dazu denn noch sagen? Überall liegen Ausweise herum und immer kommen die Täter ums Leben. Entweder werden sie erschossen oder sie hängen sich in ihrer Zelle auf. ? Ich habe mir ja schon 2001 vor Lachen den Bauch gehalten, als es hieß, man hätte in dem ganzen Trümmerhaufen von 9/11 die Ausweise der Terroristen gefunden. Also bitte! Diese Aussage beleidigt jede noch so durchschnittliche Intelligenz. Die Gazette „Die Welt“ versucht, die Ausweisgeschichte so zu erklären. Also wenn der Täter bei dem Anschlag ums Leben kommt und das auch das Ziel ist, nämlich ein Selbstmordanschlag, dann könnte ich das ja noch verstehen. Wer sich zum Beispiel in die Luft sprengt, ist schlecht zu identifizieren. Und wenn derjenige möchte, dass seine Mitstreiter wissen, dass er für „die gute Sache“ gestorben ist, wäre das ja irgendwie noch nachvollziehbar. Aber der Mann von Berlin verrät mit voller Absicht seine Identität um dann durch halb Europa zu flüchten? Wäre eine Flucht nicht leichter wenn keiner weiß, wer ich bin? Fragen über Fragen – und Ausweise über Ausweise. Und niemals schafft es einer dieser klar identifizierten Menschen vor ein Gericht. Das KANN natürlich alles Zufall sein. Aber mal ganz ehrlich … glaubt das noch irgendjemand?

Wir bekommen Menschen geschenkt
Und dann liegt da noch ein Gedankenhaufen in einer Ecke meines Gehirns rum. Die Aussage unserer Politiker, dass Deutschland aufgrund des demographischen Wandels unbedingt Migration benötigen würde. Die Gesellschaft überaltert weil die biodeutsche Frau keine bzw. nicht mehr genügend Kinder bekommt. Warum das so ist, will natürlich niemand thematisieren. Dass die 68er-Mütter ihre Söhne zu unbrauchbarem Weicheimüll erzogen haben zum Beispiel. Oder dass die finanzielle Situation es einem Paar oft unmöglich macht, dass nur einer arbeiten geht und das Geld nachhause bringt. Oder dass die verfluchte Emanzipation Frauen, die für ihre Familie da sein und nicht auch noch irgendwo anders arbeiten wollen, gesellschaftlich geächtet wurden und werden. Aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Angeblicher Fakt ist also, dass es nicht genügend „Nachschub“ für die Arbeitssklaverei gibt. Was zur Folge hat, dass unsere Sozialsysteme, insbesondere Rente und Krankenkassen, nicht mehr zu finanzieren sind – angeblich. Wenn also das deutsche Volk selbst nicht mehr genügend Menschen produziert, muss man sie halt von anderswo holen. Und wie Frau Karin Göring-Eckardt bemerkte, bekommt der deutsche Staat jetzt plötzlich durch die Migrationswelle Menschen geschenkt. Ich kann das gar nicht tippen, ohne dabei über einem Eimer zu würgen. Aber das hat sie nun mal so gesagt. Meiner Meinung nach kollidiert diese Menschenschenkung aber mit zwei Dingen.

  1. Die Menschen, die wir geschenkt bekommen, helfen uns bei unserem Problem nicht weiter. Viele, wenn nicht sogar die meisten, sind schlecht bis gar nicht ausgebildet. Und wir haben schon genügend eigene Flitzpiepen, die nicht mal den Hauptschulabschluss schaffen. Solche Menschen landen meistens in schlecht bezahlten Jobs – wenn überhaupt. Und was die dann in die Sozialsysteme einzahlen, könnte man auch durch eine vernünftige Reform des Krankenversicherungssystems erhalten.
  2. Was ist eigentlich mit Industrie 4.0? Immer wieder höre ich, dass die Arbeitswelt sich im Augenblick einem Wandel unterzieht, der in näherer Zukunft viele Arbeitsplätze wegfallen lassen wird. Zum Beispiel durch stärke Vernetzung, Automation und Robotik. Und immer wieder wird diesbezüglich die Frage gestellt, wie wir in Zukunft leben werden, wenn so viele Menschen nicht mehr arbeiten müssen. Ob es dann vielleicht besser wäre, Roboter zu besteuern und daraus zum Beispiel ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren. Also wozu um Geier brauchen wir dann NOCH mehr Menschen in unserem Land? Um NOCH mehr Arbeitslose finanzieren zu müssen? Oder wie? Ich schnall das nicht.

Ehrlich, ich kann diesen ganzen Müll nicht mehr hören. Selbst meine 86jährige Oma hat die Schnauze voll von dem ganzen Scheiß. Die besucht ihre totkranke Schwester in der übernächsten Stadt nicht, weil sie mittlerweile Angst hat, alleine mit der S-Bahn zu fahren. „Ach weiße Jenny, da sind mittlerweile immer so viele Afrikaner und andere komische Ausländer. Die pöbeln da rum und belästigen die Leute. Das macht mir Angst. Ich würde ja so gerne. Wer weiß wie lange sie noch lebt. Aber das traue ich mich alleine nicht mehr.“ Ich persönlich kann mir dazu kein Urteil erlauben. Ich fahre Auto. Und ich werde meine Oma auch mit dem Auto zu ihrer Schwester fahren. Aber meine Oma ist ihr Leben lang Bus und Bahn gefahren. Doch jetzt geht das nicht mehr. Zu gefährlich. Und wenn man das anprangert, kommt sofort die Gesinnungspolizei. Man dürfe ja nicht alle über einen Kamm scheren. Ich schere niemanden über irgendeinen Kamm! Wer Hilfe braucht, soll Hilfe bekommen. Deutschland ist im Vergleich zur restlichen Welt ein gut organisiertes und reiches Land. Wir können jedem Helfen der wirklich Hilfe braucht. Und das sollten wir auch tun. Aber Hilfe heißt nicht, die Grenzen für jeden Spasti zu öffnen. Hilfe heißt auch nicht, in nordafrikanischen Ländern ganze Gefängnisse zu leeren und die Leute nach Deutschland zu schicken, weil man so Geld sparen kann. Es wäre schon eine große Hilfe, wenn man es unterlassen würde, die Länder aus denen diese ganzen Menschen jetzt kommen, zu destabilisieren, mit Kriegen zu überziehen und ihnen die Ressourcen zu stehlen. Das ist Beschaffungskriminalität par Excellence.

Postfaktisch
Kann mir mal jemand erklären, wie dieser Begriff entstanden ist und was genau er eigentlich benennen will? Wikipedia erklärt zwar, wozu er benutzt wird, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht. Er soll angeblich benutzt werden, um das angeblich neue Phänomen der „gefühlten Realität“ zu beschreiben. Wenn also zum Beispiel irgendeine frisierte Statistik behauptet, die Ausländerkriminalität in Deutschland habe nicht zugenommen, die Bürger aber das Gefühl haben, dass dies so ist, und darauf ihr weiteres Denken und Handeln aufbauen, dann ist das postfaktisch? Sorry aber … das ist kein neues Phänomen. Das hat es immer schon gegeben. Das ist wieder nur ein weiteres Schlagwort um dem normalen Menschen zu sagen, dass er doof ist und die Lage nicht richtig beurteilen kann. Er lässt sich angeblich nur noch von seinen Gefühlen leiten und vermischt Fakten und Fiktion. Und auch davon habe ich die Schnauze gestrichen voll. Alle drei Monate gibt es ein neues Wort, mit dem der Bürger zum Blödmann degradiert werden soll. Zu blöd für alles, aber gerade noch schlau genug, um den Menschen, die mit sowas um sich werfen, mit Steuern aus harter Arbeit ihre Gehälter zu bezahlen, ja? Am Arsch! Steckt Euch Eure postfaktische Scheiße woanders hin.

Ich beende das jetzt vorerst hier. Ich kann gar nicht so viel kotzen wie schreiben möchte.

Hömma, ich mach‘ mir Sorgen.

Man soll ja eigentlich nicht in Sorge leben. Das sei nicht gut für die Gesundheit, heißt es. Außerdem sollen negative oder sorgenvolle Gedanken auch immer ebensolche Ereignisse anziehen. Aber ich kann mich einfach nicht dagegen wehren. Es gibt Dinge, die mir Sorgen bereiten.

Zum ersten Mal seit ich bewusst meine Umwelt wahrnehmen kann, lese ich seit ein paar Wochen in den großen Gazetten den Begriff des weißen Mannes in Bezug auf die sogenannte biodeutsche männliche Bevölkerung. Was, echt jetzt? Weißer Mann? Werden wir jetzt wieder nach Hautfarben unterteilt? Das finde ich schockierend. Wirklich! Habe ich etwas verpasst? Gibt es vielleicht Gruppierungen in Deutschland, die sich selbst „Die weißen Männer“ nennen? Vielleicht irgendwelche Rechten oder so? Es muss so sein, denn ich will mir wirklich nicht vorstellen, dass die Verwendung dieses Begriffs den Köpfen der Medienmacher entsprungen ist. Das wäre furchtbar. Ich habe keine Erklärung oder auch nur eine Ahnung worauf das hinaus laufen soll oder welchem Zweck eine solche Wortwahl dient. Aber ich finde es wirklich nicht gut und dass es einfach so und ganz plötzlich in den sogenannten Mainstream-Medien auftaucht, bereitet mir Sorge.

Dann sind da ja noch die Wahlen in den USA. Und einem Großteil der Bürger dieses Landes geht es wahrscheinlich genauso, wie einem Großteil der Bürger in der BRD. Was da angeboten wird, ist nicht wählbar. Das ist es aber nicht, was mir Sorgen macht. Vielmehr ist es wieder mal mein Bauchgefühl. Das sagt mir nämlich, dass Frau H. C. diese Wahl gewinnen wird. Und wenn ich diese Frau sehe, überfällt mich das nackte Grauen. Ich kenne ihr politisches Programm nicht und kenne mich in der US-Politik auch sonst nicht besonders gut aus. Aber ich weiß, wer ihren Wahlkampf finanziert und ich sehe den Wahnsinn in ihren Augen. Wahrscheinlich liegt ihre Hand noch auf der Bibel während die ersten Panzer schon Richtung „Feindesland“ rollen. Welches Land das dann auch immer sein wird. Ihr wird schon eins auf ihre To-Do-Liste geschrieben worden sein. Und die Tatsache, dass jetzt der deutsche Wehretat un-be-dingt nach oben geschraubt werden muss, passt irgendwie zu meinem Bauchgefühl und in dieses hässliche daraus entstehende Bild. Ich will keinen Krieg und ich möchte, dass es der amerikanischen Bevölkerung gut geht. Aber die Aussichten auf den nächsten Präsidenten bereiten mir Sorgen.

Und dieser Krieg der Regierung gegen Teile der eigenen Bevölkerung macht mir auch Sorgen. Ja, ich rede von der deutschen Bevölkerung und von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Wie ich es wagen kann, da von Krieg zu sprechen? Wenn ich das Wort Hatespeech schon höre, stehen mir die Haare zu Berge. Und immer dieses Gehetze gegen Ostdeutschland. Und immer dieses mit dem Finger auf andere Gezeige. Und immer dieses nach mehr Überwachung Geschreie. Und immer ist das deutsche Volk zu dumm, um den Politiker zu verstehen. Oder es sind alles Wutbürger. Oder Rechte. Man möchte aufstehen und schreien: „Wir sind denkende und fühlende Wesen und wir sind NICHT dumm!“ Was sich im Augenblick abspielt, diese Wut und Unzufriedenheit, die sich oft leider nur im Internet, in Kommentarspalten und Foren Bahn bricht, die kommt ja nicht von ungefähr. (Ich sage hier „leider nur im Internet“ weil Wut viel Energie erzeugt. Würde man diese Energie in vernünftige Bahnen lenken, könnte man sicher konstruktive Ideen hervor bringen.) Und es sind auch nicht alle Menschen jetzt plötzlich total angepisst weil hunderttausende von gut ausgebildeten Facharbeitern ins Land gekommen sind. Die Menschen sind angepisst weil sie sich verarscht fühlen. Und zwar nicht erst seit September 2015. Jahrzehnte lang hat der Deutsche die Klappe gehalten. Auch wenn nicht alles ohne Murren ablief, war es doch nie wirklich mehr als das – ein Murren und Knurren. Dosenpfand, Hartz IV (okay, da war der Protest schon etwas größer), Rundfunkzwangsgebühr, Grüner Punkt, Turbo-Abi, Solizuschlag, Energiewende, gebrochene Wahlversprechen, MwSt.-Erhöhung, Öko-Steuer, Bankenrettung und was weiß ich nicht noch alles. Und so ganz nebenbei, wird alles immer teurer, so dass der normale Arbeitnehmer trotz tariflicher Gehaltserhöhung weniger in der Tasche hat. Und das sind noch die guten Fälle. Ich kenne genügend kleine Unternehmen, die an gar keinen Tarifvertrag angeschlossen sind. Da werden teilweise Löhne gezahlt, die schon vor 15 Jahren kriminell niedrig gewesen wären. Doch all das hat das deutsche Volk über sich ergehen lassen. Weil es daran glaubte, dass es zum Besten für Land und Leute sei. „Dann müssen wir halt jetzt mal die Zähne zusammen beißen. Und danach wird es schon wieder bergauf gehen.“ Oder: „Wir leben ja schließlich in einer Solidargemeinschaft. Da stehen die Starken für die Schwachen ein.“ Und jetzt sehen einige Leute, dass sie so lange die Zähne zusammen gebissen haben, bis das Gebiss knirscht und bröckelt und für sie selber ist NICHTS besser geworden. Aber auch nicht für die, für die sie solidarisch die Zähne zusammen gebissen haben. Und es ist ja nur ein einziger Tropfen, der die Oberflächenspannung bricht und das Fass zum Überlaufen bringt. Der Tropfen war die sogenannte Asylkrise. Jetzt sagen sich viele Menschen eben: „So, jetzt reicht’s mir!“ Jetzt melden sich quer durch alle Bildungs- und Sozialschichten plötzlich Menschen zu Wort, die früher vielleicht lieber andere Dinge mit ihrer Freizeit angefangen haben. Und anstatt sich der Realität gewahr zu werden und entsprechend zu reagieren, drischt man mit Pauschalisierungen und sogar Beleidigungen auf diese Menschen ein, die sich Jahrzehnte lang alles haben gefallen lassen. Da sehe ich ein echtes Problem auf unsere Gesellschaft zukommen. Denn es geht nun mal nicht jeder auf die gleiche und vor allem nicht auf die best mögliche Art und Weise mit solchen Problemen um. Man kann natürlich erwarten, dass Probleme im Rahmen geltender Gesetzte gelöst werden. Doch unsere Regierung macht uns ja sogar noch vor, dass es auch ohne die Einhaltung gewisser Gesetze geht. Und an welche Gesetze man sich NICHT mehr hält, wenn man vor Wut kocht, kann sich wohl jeder selber ausmalen. Ich möchte dann, ehrlich gesagt, nicht dabei sein.

Wie kann ich das jetzt alles sinnvoll zusammen fassen? Hast Du schon mal einem Menschen gegenüber gestanden, der kurz davor ist, seine Selbstkontrolle zu verlieren? Egal, ob aus Angst oder Wut oder Panik. Es ist ein befremdlicher Anblick und macht einem selber auch ein klein wenig Angst. Und genau so fühle ich mich im Moment, wenn ich die Geschehnissse auf diesem Planeten zusammenfassend auf einem Bild betrachte. Es bahnt sich etwas an, dass den totalen Kontrollverlust zur Folge hat. Das zumindest sagt mein Bauchgefühl und es bereitet mir Sorgen.