Langzeitgedächtnis | Dinge, die wir nicht vergessen sollten

Hier ein Zitat von der noch-Bundeskanzlerin der BRD Angela Dorothea Merkel aus Ihrem Beitrag in der Washington Post im Februar 2003:

Es ist wahr: Krieg darf niemals ein gleichsam normales Mittel politischer Auseinandersetzung werden. Aber gerade die deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts lehrt uns: So wenig militärische Gewalt gleichsam die normale Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sein darf, so wenig darf sie jemals als letztes Mittel gegenüber Diktatoren ausgeschlossen oder auch nur, wie von der deutschen Bundesregierung geschehen, in Frage gestellt werden. Wer militärische Maßnahmen als letztes Mittel ausschließt, der schwächt die unverzichtbare Drohkulisse gegen Diktatoren wie den des Irak und macht im Ergebnis einen Krieg nicht unwahrscheinlicher, sondern wahrscheinlicher.

Die Hervorhebung in Fett-Schrift stammt von mir. Denn das ist das, woran ich mich bei dem Namen Angela Merkel in 20 oder 40 Jahren (sofern ich dann noch lebe) erinnern werde: Es darf noch nicht einmal etwas in Frage gestellt werden. Das hat sie früher nicht gewollt und das will sie auch heute noch nicht.
Diese Zeiten, in denen andere Ansichten, Meinungen oder Einstellungen normal waren und zu Diskussionen führten, sind mit Angela Merkels „Machtergreifung“ in Deutschland und auch in Europa, zuende gegangen. Wer es trotzdem wagt, kann sich warm anziehen.

Und so ganz nebenbei zeigt dieses Zitat auch noch ihre unterwürfige Haltung gegenüber der US-Administration. Denn bei aller Kritik an Verschwörungstheorien … hier wird deutlich wie schnell selbst ein Bundeskanzler (Gerhard Schröder) verschwinden kann, wenn es „dem Ami“ zu bunt wird. Mit dem, was wir heute wissen, können wir wohl ganz locker annehmen, dass es nicht gern gesehen wurde, dass Herr Schröder keine große Lust auf eine deutsche Beteiligung am IRAK-Krieg hatte (zumal ihm ja noch der völkerrechtswidrige Krieg in Jugoslawien im Nacken saß). Und es wurde auch gaaar nicht gerne gesehen, dass er sich mit „dem Russen“ so gut verstand. Denn, auch das wissen wir heute, es ist erklärtes Ziel der US-Administration, Europa und insbesondere Deutschland mit Russland zu verfeinden, damit sich deutsches Wissen und deutsche Ingenieuerskunst bloß nicht mit russischen Ressourcen vereinen. Denn das würde die Machtverhältnisse auf dem Planeten zu Ungunsten der USA verändern. Aber wem erzähle ich das?

Wer von Euch hat noch Ereignisse in seinem Langzeitgedächtnis gespeichert, die mit heutigem Wissen betrachtet, endlich einen Sinn ergeben?

Advertisements

NewsWatch #6

„Das Opfer ist die Meinungsfreiheit“

Was ist eigentlich los in diesem Land? Was sind das für Menschen, die unter Androhung von Gewalt versuchen, andere mundtot zu machen? Und wie schlecht muss das eigene Selbstbewusstsein sein, wenn man glaubt, ständig gegen irgendetwas oder irgendjemanden „kämpfen“ zu müssen bzw. andere Meinungen nicht ertragen kann und zulassen will? Und wie wenig Vertrauen hat man in andere Menschen, wenn man glaubt, ständig den Meinungswächter spielen zu müssen? Als ob wir alle komplett blöd wären Weiterlesen